Interview der Energieagentur Rheinland-Pfalz

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Klaus Lütkefedder verrät im Interview, wie seine Verbandsgemeinde die Energiewende im Westerwald voranbringt und was ein Mittelstürmer mit seiner Rolle als Bürgermeister gemeinsam hat.

Nachgefragt bei: Klaus Lütkefedder, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wallmerod

Energieagentur Rheinland-Pfalz: Sie haben im letzten Jahr die erste Brennstoffzelle im Westerwald in Ihrem Rathaus in Betrieb genommen und haben damit landesweite Aufmerksamkeit gewonnen. Wie kamen Sie auf die Idee – und wie wird die Brennstoffzelle dort eingesetzt?

Klaus Lütkefedder: Im Rahmen der energetischen Optimierung unseres Rathauses stand selbstverständlich auch die Modernisierung der Heizungsanlage auf der Agenda. Da liegt es nahe, das gesamte Spektrum der technischen Möglichkeiten zu prüfen. Nach Abwägung der verschiedenen Optionen mit unserem Ingenieurbüro Wolf aus Oberlahr und der Einbeziehung des Sachverstandes der Transferstelle für Rationelle und Regenerative Energienutzung der Fachhochschule Bingen (TSB) sowie der Energieversorgung Mittelrhein (EVM) sind wir zum Ergebnis gekommen, dass die gewählte Lösung für unsere Bedürfnisse passgenau ist. Mit der Brennstoffzelle erzeugen wir Strom, den wir im Rathaus (Klimaanlage Serverraum) selbst verbrauchen. Die dabei entstehende Abwärme führen wir an einer Gasluftwärmepumpe vorbei, so dass diese die „vorgewärmte Luft“ nutzt und somit noch effizienter arbeitet. Für Spitzenlasten haben wir eine Kaskade von zwei Brennwertkesseln installiert. Die komplette Wärme fließt in einen Pufferspeicher. Wir gehen davon aus, dass wir durch diese Kombination den Wärmebedarf im Rathaus auf die Hälfte reduzieren und mit der Brennstoffzelle etwa 25 Prozent unseres Strombedarfs im Rathaus decken.

Regionalforum vermittelt neue Impulse

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Regionalforum-Westerwald-2015100 Gäste erörterten in Ransbach-Baumbach lokale Chancen der Energiewende

„Energiewende und Klimaschutz im Westerwald – Was können wir konkret für unsere Region tun?“ Unter diesem Titel stand ihn der Stadthalle von Ransbach-Baumbach ein Regionalforum zur Energiewende, zu dem das Regionalbüro Westerwald der Energieagentur Rheinland-Pfalz und die Gemeinschaftsinitiative „Wir Westerwälder!“ der Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwald eingeladen hatten.

Wallmeroder Energiemanagement hat sich gelohnt

Bürgermeister Klaus Lütkefedder (Verbandsgemeinde Wallmerod) sprach über das kommunale Energiemanagement in der Verbandsgemeinde Wallmerod. Eine finanzielle Überlegung stand vorne weg. Wallmerod rief vor fünf Jahren das Aktionsprogramm „Energie 2020“ ins Leben. Seitdem konnten viele Maßnahmen im Rahmen des kommunalen Energiemanagements realisiert werden, die der Verwaltung mittlerweile eine Ersparnis von rund 30 Prozent bei der Heizenergie bescheren. Bilanziell wird inzwischen mehr Strom produziert als verbraucht. Das Wallmeroder Aktionsprogramm ist für zehn Jahre aufgelegt. Klaus Lütkefedder erläuterte, was in den Bereichen Solar- und Windenergie in der Verbandsgemeinde seit dem Jahr 2010 geschehen ist, und wie es um die Energieeffizienz steht. Er stellte zudem dar, wie die VG das Thema organisatorisch angegangen ist. So findet beispielsweise eine monatliche Datenerhebung in allen öffentlichen Gebäuden statt. Im Januar 2011 wurde ein Gebäudemanagement mit hauptamtlichen Mitarbeitern eingeführt. Seit März 2011 gibt es einen Energiebonus für Schulen, mittlerweile auch für Geräte- und Dorfgemeinschaftshäuser. Jedes Objekt wird einzeln unter die Lupe genommen, so Lütkefedder. Der Bürgermeister ging auf die Sanierung des Rathauses ein und sprach über die Vorteile des BHKW im Freibad Hundsangen. Sein Fazit: „Wir produzieren mittlerweile mehr Strom, als wir verbrauchen. Das Ding hat sich für uns gelohnt. Das würden wir jeder Zeit wieder machen!

Nahwärmenetz und Stromverbund in Hundsangen in Betrieb genommen

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hundsangen-nahwaerme-2015Die Verbandsgemeinde Wallmerod wird immer mehr ein Vorreiter in Sachen Energiesparen. Nach der erfolgreichen Installation einer Brennstoffzelle im Rathaus der Verbandsgemeinde im vergangenen Jahr wurde nun im Freibad von Hundsangen das nächste Energieprojekt umgesetzt.

„Wir nehmen heute offiziell das Nahwärmenetz und den Stromverbund Hundsangen in Betrieb“. Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit dem Planer und Mitarbeitern der ausführenden Firmen den symbolischen Start vorzunehmen. In diesem Zusammenhang ging er auf die Historie dieses Projektes ein und erläuterte den technischen Hintergrund. Nach seinen Worten waren die Umbaupläne für das Freibad im vergangenen Jahr ausschlaggebend für eine Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Wolf aus Oberlahr, das eine Optimierung der Technik vorschlug. „Wenn wir schon an der Technik im Freibad arbeiten, sollten auch Überlegungen für ein Blockheizkraftwerk angestellt und möglichst in die Tat umgesetzt werden“.

Wirtschaftsministerin Eveline Lemke informiert sich über die erste Brennstoffzelle im Westerwald

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lemke-mimisterin-brennstoffzelle-wallmerod-2014Innovative Energieerzeugung im Rathaus der Verbandsgemeinde Wallmerod überzeugt die Ministerin

„Mit der ersten Brennstoffzelle im Westerwald zeigt sich die Verbandsgemeinde Wallmerod fortschrittlich und zukunftsgewandt. Neue Energietechnik wird auch in den nächsten Jahren eine wichtige Rolle spielen“ sagte die rheinland-pfälzische Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung bei ihrem Besuch im Rathaus der Verbandsgemeinde Wallmerod. „Die erste Brennstoffzelle im Westerwald wollte ich mir auf jeden Fall vor Ort anschauen, denn hier wurde ein höchst innovatives Konzept gewählt, das in dieser Kombination einmalig in Rheinland-Pfalz ist“, so die Ministerin weiter.

foerderer

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